| Lokomobile
und Dreschmaschinen So selbstverständlich uns heute die Technik in der Landwirtschaft erscheint und so unentbehrlich sie geworden ist, so weit war der Weg bis zu dem heutigen Stande. Auch in der Landwirtschaft brachte die Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt die Wendung - freilich langsamer als in der Industrie. Mit der stationären Dampfmaschine war landwirtschaftlich wenig anzufangen, und die Lokomotive war an Schienen gebunden. Die Lösung fand sich in Form der fahrbaren Lokomobile. Sie befreite zunächst von den schweren Handarbeiten. Vor allem die Drescharbeit verlor dadurch viel von ihrem Schrecken. Der Flegel war bereits in die Ecke gewandert, fortan wurden auch die Hand- und die Göpeldreschmaschine überflüssig. Lohnunternehmer wanderten mit ihren von Pferdegespannen gezogenen Lokomobilen und Dreschmaschinen von Dorf zu Dorf, von Hof zu Hof; sie schafften in wenigen Tagen die Arbeit, die vorher den größten Teil der Wintermonate in Anspruch genommen hatte. Die großen Güter hielten sich einen eigenen Dampfdreschsatz, bestehend aus Lokomobile, Dreschmaschine und Strohpresse. Die LANZ-Fabrikate haben in ihrer Vielseitigkeit und Güte zu dieser Entwicklung nicht wenig beigetragen und den Namen der Firma weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht. |
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Quellenangabe: Lanz und die Landwirtschaft - Ein Ausschnitt aus 100 Jahren Landtechnik |
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